Paris, mon amour!

16April2014

Saluuuuut,

abgesehen davon, dass es mal wieder höchste Zeit wird, hier ein paar Zeilen zu hinterlassen, schreibe ich euch, um euch von meinen Erlebnissen in Paris zu erzählen. 

Hier im Château gibt es eigentlich nichts neues. Neben der Arbeit verbringe ich viel Zeit mit Julia und ihren Studenten - vom Karaoke-Abend über Ostereiersuchen (für Amerikaner ein echtes Erlebnis!) bis hin zu ausgedehnten Picknick-Chill-Outs im Grünen und Barbecue-Abenden mit Lagerfeuer. Was ich jedes Mal wieder interessant finde, sind die vielen Kulturen, die hier aufeinander treffen. Julias Studenten kennen wiederum Kommilitonen von ERASMUS, die sie ab und zu mit ins Château bringen. Letztens haben wir zu zehnt gepicknickt, darunter 5 verschiedene Kulturen und Sprachen: amerikanisch, französisch, deutsch, irisch und griechisch. Man lernt immer wieder neue Ansichten und Gewohnheiten kennen, wodurch es bezüglich des kulturellen Austauschs hier bestimmt nie langweilig wird. 

Jetzt aber zu dem spannenderen Teil des Eintrags: meine vergangenen 3 Tage in der ville d'amour PARIS mit meiner Lani! Erstmal war es schon der totale Zufall, dass Lana und ich gleichzeitig frei hatten und uns dann auch noch in Paris wiederzusehen, macht das ganze doch noch schöner :) 
Die Hauptattraktionen in Paris kennt man ja, aber um Mitternacht auf dem glitzernden Eiffelturm gestanden zu haben, ist dann vielleicht doch nicht so gewöhnlich. Es war echt atemberaubend da oben. Ich muss ja zugeben, dass ich anfangs dachte, dass die Touristen übertreiben, wenn sie vom Tour d'Eiffel erzählen, und er in echt doch einfach nur das bekannteste Wahrzeichen von Paris ist. Aber nein, er war auch mein Favorit unter den Sehenswürdigkeiten und in Wirklichkeit ist er noch viel imposanter als auf Fotos. Lana und ich sind wirklich 3 Tage von morgens bis abends unterwegs gewesen, um so viel wie möglich mitzunehmen (Eiffelturm, Louvre, Montparnasse, Notre-Dame, Sacre-Coeur, ...). 
Beim Louvre hatten wir echt Glück: Wir waren gerade dabei, zu überlegen, ob wir uns in der endlosen Schlange anstellen sollen oder ob unser kulturelles/historisches Interesse dann doch zu unausgeprägt ist, als ein Ehepaar auf uns zukam und uns 2 Tagestickets in die Hand drückte (die beiden hatten angeblich schon alles gesehen, wirkten aber nicht sonderlich begeistert). Somit konnten wir schön dreist mit den Tickets an allen Menschen vorbeigehen und haben bestimmt 1,5 Stunden Wartezeit gespart. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es uns auch nicht länger als 30 Minuten im Louvre gehalten hat - antike Skulpturen, riesige Gemälde von mir nicht bekannten Malern und stickige Luft aufgrund von Menschenmassen hat uns dann dazu bewegt, 2 Dänen mit unseren ergatterten Tagestickets glücklich zu machen.
Neben dem Sightseeing haben wir viel in Parks gelegen und das schöne Wetter genossen.

Das, was ich außerdem aus Paris mitnehme, ist, dass Couchsurfing eine wirklich günstige (vielmehr kostenlose), interessante Erfahrung ist. Unser Gastgeber Olivier, 22 Jahre, hat uns für 3 Nächte seine Couch angeboten und uns viele hilfreiche Tipps gegeben. Als Dankeschön haben wir ihm Merci gekauft, was die Franzosen übrigens nicht kennen, und 2 Flaschen Bier (Früh Kölsch und Becks). Unser anfängliches Misstrauen gegenüber Couchsurfing hat sich dann zu einer "Ich würde es immer wieder tun - Erfahrung" entwickelt. Ich habe Olivier und seinen Mitbewohnern sogar meine Couch angeboten, wenn er mal überlegt, nach Deutschland zu reisen. Sorry Mum, wenn er mein Angebot schneller als gedacht annimmt, muss ich mir wohl was überlegen mit dem Schlafplatz. 

So, das waren meine letzten Tage und Wochen. Nun freue ich mich auf die lieben Waldmänner am Freitag! 

Ich wünsche euch allen ein schönes Osterwochenende und drücke euch einmal fest,

eure Sarah

Sarah lernt kochen und joggen.

24März2014

Hallo ihr Lieben,

es ist schon wieder 2 Wochen her, seitdem ich den letzten Eintrag geschrieben habe. Es gibt da so einige Leute, die sich "beschweren" und deshalb nehme ich mir jetzt die Zeit für ein neues Update. 

Was habe ich so erlebt die letzten Tage?
Am Donnerstag hatte ich frei und habe den bisher wohl schönsten Sonnentag mit Julia in Zweibrücken im Outlet verbracht. Erfolgreich war ich wie immer nicht, wenn es um "geplantes Shoppen" geht. Ich habe mehr Glück, wenn ich ganz spontan losgehe, eigentlich andere Sachen erledigen will und plötzlich mit 3 neuen Teilen nach Hause komme (Ino weiß, wovon ich spreche). Naja, auf jeden Fall war das ein sehr lustiger Tag mit Julia, den wir am Abend noch mit einem kitschigen Film ausklingen lassen haben. 
Freitag hat uns die französische Praktikantin Ketty zum "Tartiflette" essen eingeladen. Ich war total gespannt auf das Essen, musste aber am Ende feststellen, dass es doch eigentlich nichts anderes als ein Kartoffelgratin mit Schinken und Käse ist. Lecker war es trotzdem! 
Gestern Abend habe ich mit Annemarie und Julia Pizza gemacht. Und zwar nicht nur selbst belegt, sondern sogar den Teig SELBER gemacht. Der erste Versuch ist gleich mal missglückt, weil Annemarie statt Hefe (=levure) Backpulver (=levure chimique) dazugegeben hat und sich gewundert hat, warum der Teig nicht aufgeht. Naja, letztendlich hatten wir nach dem zweiten Ansatz dann sehr sehr viel Pizza  Ob ihr es mir glaubt oder nicht, ich lerne hier wirklich, Geduld beim Kochen zu haben und Wert auf eine einigermaßen gesunde Ernährung zu legen. Ich nörgel zwar immer noch, wenn Annemarie mit mir einen Kochakt starten will, aber sie sagt: "Je länger es in der Küche dauert, desto gesünder wird es!" Ok, das werde ich mir zu Herzen nehmen und mir noch einige schlaue Tipps von ihr holen. Zu mehreren macht das Kochen und die anschließende Auswertung außerdem viel mehr Spaß!  

Heute durfte ich zum zweiten Mal einen Rieseneinkauf für's Hotel machen. Das sah dann so aus: Je 80 Tetrapacks Orangen- und Apfelsaft für insgesamt 200 Euro, 12 Kartons Honeyballs und diverse andere Sachen. Da reicht einmal laufen mit einem Einkaufswagen nicht!
Ich habe den Einkauf in Kehl aber sinnvoll genutzt, um private Dinge günstig in Deutschland zu besorgen. Außerdem habe ich heute meine erste französische Telefonreservierung angenommen. Ich hab ja echt Bammel davor, wenn ich auf dem Telefon die französische Vorwahl erkenne und leider niemand anderes für mich das Telefon abnehmen kann. Aber es lief erstaunlich gut und sogar die 16-stellige Kreditkartennummer habe ich verstanden. :P

Zum Thema Sport: ich muss hier echt was machen. Jeden Morgen Baguette, Quark, Müsli und Croissant zum Frühstück muss ausgeglichen werden. Leider habe ich meine Inliner vergessen, die Fahrräder hier sind auch nicht so wie mein heißgeliebtes Mountainbike zuhause, deshalb muss ich das Laufen lernen. Für die, die es noch nicht wussten: Ich habe in Deutschland nie mehr als 10 Minuten geschafft, weil ich immer Seitenstiche bekommen habe. Ich weiß, das ist lustig und echt unsportlich. Aber hier scheint es an der Luft zu liegen, dass ich sogar eine halbe Stunde schaffe - ich arbeite dran! :P

Ja, das war's eigentlich erstmal. Das WG-Leben finde ich bisher super, was bestimmt auch daran liegt, dass ich wirklich nette und ordentliche Mitbewohnerinnen habe. Wir sitzen oft zusammen, lachen und lästern auch ein bisschen.  Eben eine richtige Weiber-WG!

Ich hoffe, bei euch im Norden ist alles in Ordnung,
ich denk an euch.

Gros bisous et à la prochaine!

Outlet Zweibrücken Julia und ich

Es wird warm!

08März2014

Hello again,

ich melde mich mal wieder, um euch von den neusten Neuigkeiten zu berichten. Es ist zwar nicht so viel passiert seit dem letzten Eintrag, aber ich bin gerade fertig geduscht, geschminkt und warte auf den Startschuss einer Party, die von den amerikanischen Studenten organisiert wurde - mit ca. 50 externen Zusagen - und wir Koordinatorinnen wissen offiziell von nichts! ;)

Am Montag hatte ich meinen ersten richtigen Arbeitstag im Château. Die Aufgaben waren nicht wirklich neu für mich, da ich bei einer Veranstaltung im Service aushelfen musste (bedienen, spülen, aufräumen...). Am Dienstag war ich mit Julia und ihrer Gruppe in einer Bar, habe französisches Bier probiert und mit den im Vergleich zu gleichaltrigen Deutschen ziemlich kindischen Amis ein bisschen Spaß gehabt. 
Donnerstag habe ich es dann gewagt, mit dem Fahrrad ins Centre Ville zu fahren (ca. 30 Minuten), nachdem ich mir den Weg bei Maps angeguckt habe. Ich war eigentlich der Meinung, mein Orientierungssinn ist doch ganz gut ausgeprägt, aber so 'ne Wegbeschreibung bei Maps sieht dann doch einfacher aus als die echte Umgebung. Naja, ich bin dann auf mehreren Umwegen (glaube ich) in der Stadt angekommen. Zum Glück bin ich eine leidenschaftliche Fahrradfahrerin und das Wetter war zusätzlich schöööön.

Meinen ersten Tag an der Rezeption hatte ich gestern und durfte gleich mal ein paar Check Ins auf französisch machen. Gar nicht so einfach, wenn man vorher noch nie in der Hotellerie war und noch nicht einmal den deutschen Ablauf kennt. Irgendwie habe ich es dann gemeistert mit etwas Hilfe von meiner französischen Kollegin Ketty. 

Heute lag ich schön in der Sonne im Park, weil ich frei hatte. Ich lass euch neben ein paar anderen Bildern mal ein paar Eindrücke da. 

Ende April bekomme ich dann meine erste Gruppe - Kanadier. Ich freu mich schon total, weil ich glaube, dass mir das viel mehr Spaß machen wird als die Hotelarbeit. I'm looking forward to it! 
Ich wünsch euch ein schönes Restwochenende, genießt das hoffentlich schöne Wetter bei euch! Ganz liebe Grüße aus dem Elsass :-* 

Wiese beim Château Château Das Château von hinten Daniela und ich Julia und ich

Wohnung

01März2014

Küche Küche  3 Kühlschränke! Arbeitsplatz     <3 Zimmerchen Zimmerchender obligatorische Spiegel  

Bonsoir,

hier ein paar Fotos von der Mini-Wohnung mit dem neuen, gemütliche(re)n Zimmer. 
Hier fühle ich mich sehr wohl - es ist sogar größer als mein eigenes zuhause! 
Liebste Family, ihr kommt auch noch auf meinen "Nachttisch" zu den anderen Fotos, ich muss nur erstmal Reißzwecken oder Nagel oder so etwas in der Art hier finden, um die ausgedruckten Fotos aufzuhängen ;)

Schönes Wochenende wünsch ich euch!

Kussi

Les premiers jours

28Feb2014

Hallo ihr Lieben,

ich habe mich dazu entschieden, euch meine Erlebnisse in einem Blog mitzuteilen, anstatt jedes Mal mehrere Email-Adressen in Kopie zu setzen und die Bilder anzuhängen - so ist es dann doch einfacher. 

Also, gestern bin ich nachmittags angekommen und wurde gleich nett aufgenommen. Mireille (die Leitung des Châteaus und meine Ansprechpartnerin) hat mit mir eine kleine Tour durch's Schloss gemacht und mir mein Zimmer gezeigt. Das Zimmer ist im 2. Stock und liegt auf einem langen Flur, auf dem noch 2 weitere "Praktikantenzimmer", ein großes Bad mit 2 Duschen und einer Toilette sind. An den Flur angrenzend ist eine Mini-Wohnung, in der neben der Gemeinschaftsküche, die sehr gut ausgestattet ist, noch 2 weitere Praktikantenzimmer sind. Diese sind noch viel heller, größer und schöner als die auf dem Flur. Wenn ich Glück habe, ziehe ich morgen in eines der beiden Mini-Wohnung-Zimmer, weil eine andere Praktikantin morgen abreist. Ab Sonntag sind wir dann vollzählig, d.h. 4 Praktikantinnen: Julia (wohnt in der Mini-Wohnung), Anne (wohnt auf dem Flur und arbeitet für Destination SAS), Daniela (kommt am Sonntag und wohnt auf dem Flur) und meine Wenigkeit (dann hoffentlich in der Mini-Wohnung). 

Gestern hat mir Julia schon mal den Supermarkt hier in Robertsau, unserem Stadtteil, gezeigt. Es ist in Frankreich zwar etwas teurer als in Deutschland, aber wenn man nur wenig Sachen braucht, muss man nicht extra nach Kehl fahren. Abends haben wir zusammen mit einem amerikanischen Studenten "Lucky Number Slevin" geschaut. Tja - da der Film ja sowieso nicht so mein Genre ist und dann auch noch auf Englisch, habe ich einfach mal mitgelacht, wenn Julia und Daniel gelacht haben. Danach war ich echt müde und hab mich schlafen gelegt.

Heute habe ich mit Julia und ihren Studenten die Cathédrale Notre-Dame im Zentrum besichtigt und mir eine 20-minütige Erzählung in drei Sprachen über die astronomische Uhr in der Kirche ergehen lassen. So ganz den Sinn dahinter verstehe ich immer noch nicht, aber ein bisschen Geschichte und Kultur gleich zu Anfang ist doch auch nicht schlecht. :P
Heute Abend koche ich eventuell noch mit Anne und morgen wollen wir beiden uns mal die Umgebung hier anschauen.

Am Montag geht's dann offiziell los mit arbeiten, ich bin gespannt. Zwinkernd 

Ich sende euch sonnige Grüße aus dem schönen Strasbourg und melde mich bald wieder!